BIOGRAFIE

Der Klang des Englischhorns ist Dominik Wollenweber, geboren in Gräfelfing bei München, seit frühester Kindheit vertraut, denn der Vater war in München Englischhornist des Bayerischen Staatsorchesters. Doch fand der Sohn erst auf Umwegen zu diesem Instrument. Dominik Wollenweber spielte zunächst Flöte und wandte sich als 14-Jähriger der Oboe zu, die er bei Hagen Wangenheim in München an der Hochschule für Musik und Theater und bei Simon Dent am Richard-Strauss-Konservatorium studierte.

1990 wurde ihm der Bayerische Kulturpreis und 1992 der Bayerische Kunstförderpreis verliehen. 1996 war er Preisträger für Oboe beim renommierten ARD-Musikwettbewerb in München. Erste Kontakte zu den Berliner Philharmonikern knüpfte er als Stipendiat der Orchester-Akademie, der er von 1991 bis 1993 als Schüler von Hansjörg Schellenberger angehörte. Während dieser Zeit war Dominik Wollenweber Solo-Oboist im European Union Youth Orchestra unter Claudio Abbado. Seit 1993 ist er Solo-Englischhornist der Berliner Philharmoniker.

In letzter Zeit ist Dominik Wollenweber vermehrt als Barockoboist zu erleben und künstlerischer Partner des «Concerto Melante», einer Barockformation aus Mitgliedern der Berliner Philharmoniker. 2011 gründete er das «Ensemble Berlin Prag», mit dem er unter anderem beim MDR Musiksommer und führenden Festivals in Tschechien auftrat. Neben seiner fortdauernden Tätigkeit bei den Berliner Philharmonikern und zahlreichen weiteren kammermusikalischen Aktivitäten mit künstlerischen Partnern wie Murray Perahia, Christian Gerhaher oder dem Schauspieler Ulrich Matthes lehrt er seit dem Jahr 2000 als Gastprofessor für Oboe an der Hochschule für Musik «Hanns Eisler» Berlin und war viele Jahre als Coach der Holzbläser des Gustav Mahler Jugendorchesters tätig. Der Vater von sechs Kindern verbringt seine Freizeit am liebsten mit der Familie.