Maxim Emelyanychev

Klavier, Fortepiano, Leitung

Maxim Emelyanychev vermittelt Orchestermusikerinnen und -musikern einen echten Abenteuergeist und verleiht den Konzerten eine lebendige Energie voller Spontaneität und Fantasie. Bekannt für seinen mitreißenden Enthusiasmus, stellt er die Individualität jedes einzelnen Musikers in den Vordergrund und formt zugleich einen unverwechselbaren und fesselnden Gesamtklang.

Seit 2019 ist Maxim Chefdirigent des Scottish Chamber Orchestra. Zudem ist er seit 2013 Chefdirigent des Barockensembles Il Pomo d’Oro. Ab der Saison 2025/26 übernimmt er nach seinem Debüt im Jahr 2022 die Position des Ersten Gastdirigenten beim Schwedischen Radio-Sinfonieorchester.

Seine Zusammenarbeit mit dem Scottish Chamber Orchestra begann 2018 auf spektakuläre Weise, als er kurzfristig eingeladen wurde, Schuberts 9. Sinfonie zu dirigieren. Dieses Konzert führte unmittelbar zu seiner Ernennung zum Chefdirigenten ab der Saison 2019/20. Seither sind sie bei den BBC Proms aufgetreten, haben zahlreiche Europatourneen unternommen und die Sinfonien von Schubert und Mendelssohn für Linn Records aufgenommen. Beim Edinburgh International Festival wurden ihre Aufführungen von Mozarts Die Zauberflöte und Così fan tutte einhellig gefeiert.

Mit seinem Barockorchester Il Pomo d’Oro, das er vom Cembalo aus leitet, hat Maxim zahlreiche Einspielungen realisiert und weltweite Tourneen unternommen – sowohl im vokalen Repertoire, unter anderem mit der Mezzosopranistin Joyce DiDonato und dem Countertenor Jakub Orliński, als auch im instrumentalen Bereich, etwa mit Mozarts Sinfonien, die sie derzeit vollständig für das Label Aparté aufnehmen.

Als Gastdirigent arbeitet Maxim mit gleicher Begeisterung sowohl mit Kammer- als auch mit Sinfonieorchestern, darunter das Mahler Chamber Orchestra, das Orchestra of the Age of Enlightenment, die Berliner Philharmoniker, das Royal Concertgebouw Orchestra, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das London Philharmonic Orchestra, das Orchestre Philharmonique de Radio France, das Orchestre de chambre de Paris, das hr-Sinfonieorchester Frankfurt sowie das Toronto Symphony Orchestra, um nur einige zu nennen.

Im Opernbereich dirigierte Maxim Emelyanychev Händels Rinaldo in Glyndebourne, Mozarts Die Zauberflöte am Royal Opera House Covent Garden sowie Die Entführung aus dem Serail am Opernhaus Zürich.

Das Spiel auf Tasteninstrumenten – Cembalo, Hammerklavier und modernes Klavier – bleibt ein zentraler Bestandteil von Maxims musikalischem Leben und ermöglicht ihm eine authentische, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Musikerinnen und Musikern, die er begleitet oder dirigiert.

Sein langjähriges Duo für Klavier und Violine mit dem Geiger Aylen Pritchin konzertierte unter anderem am Théâtre des Champs-Élysées in Paris, im deSingel in Antwerpen, beim Dubrovnik Festival, im Concertgebouw Amsterdam sowie in der Philharmonie Luxemburg. Maxim und Aylen haben die Violinsonaten von Brahms für Aparté eingespielt. Als Pianist begleitete er außerdem Joyce DiDonato in Schuberts Winterreise an der Staatsoper Berlin, im Wiener Musikverein, in der Wigmore Hall in London sowie im deSingel in Antwerpen.

Seine künstlerische Zusammenarbeit mit Joyce DiDonato und Il Pomo d’Oro wurde mit mehreren renommierten Preisen ausgezeichnet, darunter der Gramophone Award 2017 (War & Peace: Harmony through Music) sowie der Gramophone Award 2020 (Händels Agrippina).

Darüber hinaus erhielt Emelyanychev zahlreiche internationale Auszeichnungen, darunter den International Opera Award, den Critics’ Circle Young Talent Award, den Choc Classica 2018 sowie den ICMA 2019 für seine Mozart-Klaviersonaten und den äußerst prestigeträchtigen Herbert-von-Karajan-Preis 2025.

Aufgrund seiner vielseitigen Begabungen wird Maxim regelmäßig als Artist in Residence an bedeutende Häuser eingeladen: 2025/26 an das Concertgebouw Amsterdam und das Aalto-Theater Essen sowie 2027/28 zu Radio France.

Maxim Emelyanychev wurde 1988 in Nischni Nowgorod geboren und studierte Dirigieren bei Gennadi Roschdestwenski am Tschaikowski-Konservatorium in Moskau.

Foto: © Andrej Grilc